Ereignishorizont

Der Schwarzschildradius wird oft auch Ereignishorizont genannt? Aus meiner Sicht definiert der Schwarzschildradius eine bestimmte Massenkonzentration und ist kein Ereignishorizont. Der Ereignishorizont ist die Grenze eines Schwarzen Lochs, ab der nichts mehr entkommen kann – nicht einmal Licht. Kann Licht wirklich aus einem schwarzen Loch nicht entkommen? Schauen wir uns das etwas genauer an:

Der Schwarzschildradius definiert den Radius, bei dem die Fluchtgeschwindigkeit gerade der höchstmöglichen Geschwindigkeit entspricht, der Vakuumlichtgeschwindigkeit. Das heisst eine Masse ohne Antrieb kann diesen nicht mehr verlassen. Das ist korrekt. Kann Licht diesen Bereich auch nicht mehr verlassen? Wenn ja, dann könnte man von einem Ereignishorizont sprechen.
Nach der Formel "Zeitdilatation durch Gravitation" bleibt die Zeit auf dem Schwarzschildradius stehen. Dies hätte tatsächlich als Folge, dass nichts mehr entkommen kann, nicht einmal Licht. Es könnte auch nichts mehr in ein schwarzes Loch fallen. Diese Aussage ist hingegen sehr fragwürdig. Immerhin kann man beobachten, dass Schwarze Löcker ganze Sterne zerrissen und verschlucken können. Somit kann diese Formel einfach nicht stimmen. Ohne Bewegung wäre dies nicht möglich!

Verwenden wir nun die von mir ersetzte Formel "Zeitdilatation durch Gravitation" an, so bleibt die Zeit erst bei unendlicher Masse stehen bleibt. Schwarze Löcher können nun tatsächlich wachsen. Kann nun Licht trotzdem nicht Entkommen?
Wenn sich Licht wie Masse verhalten würde, könnte es nicht entkommen! Licht ist aber eine Welle, besitzt keine Masse und verhält sich wie eine Welle. Licht kann somit auch nicht von der Masse angezogen werden. Trotzdem wird Licht durch die Masse beeinflusst. Wie kann man sich das vorstellen?

Licht hat im Vakuum immer Vakuumlichtgeschwindigkeit, so lautet das Gesetz der Relativitätstheorie.
Stellen sie sich anstelle von Licht eine Kompanie Soldaten vor, die im Gleichschritt geradeaus marschieren. Je weiter rechts Soldaten marschieren, desto langsamer bewegen sie sich. Nicht weil sie langsamer laufen, sondern weil die Zeit langsamer vergeht. Dies hätte zur Folge, dass die ganze Kompanie einen Bogen macht. Licht rechts (näher am Gravitationsfeld) ist langsamer und somit entsteht ein Bogen. Es bewegt sich rechts langsamer, hat lokal gesehen trotzdem Vakuumlichtgeschwindigkeit. Das Licht macht einen Bogen, nicht weil es angezogen wird, sondern wegen der Zeitdilatation. Bei der Bewegung vom Teilchen ist das anders. Hier entsteht der Bogen tatsächlich, weil die Masse angezogen wird.

Ein weiteres Beispiel soll dies verdeutlichen. Schiessen wir ein Teilchen senkrecht nach oben, weg vom starken Gravitationsfeld. Es wird angezogen und deshalb langsamer, bis es stehen bleibt. Es kehre seine Richtung um und kehrt zurück.
Wiederhohlen wir das gleiche mit Licht. n einem extrem starken Gravitationsfeld bewegt sich das Licht im Schneckentempo vorwärts, weil die Zeit nahezu stillsteht. Je weiter weg es vom Gravitationsfeld kommt, desto schneller wird die Zeit und somit auch das Licht. Es gibt keinen Grund, warum das Licht seine Richtung umkehren soll.

Zwei Effekte die als identisch angesehen werden sind beim genaueren Hinschauen komplett unterschiedlich! Wie kann man da noch behaupten, dass die Gravitation durch die Relativitätstheorie erklärt werden kann? Es sind komplett andere Verhaltensweisen. Identisch ist nur die Tatsache das beide durch ein starkes Gravitationsfeld abgelenkt werde. Um die oben gestellte Frage zu beantworten. Licht kann aus einem Schwarzen Loch entkommen. Es ist nicht die Fragen, ob es entkommen kann, sondern um wieviel Energie es an Ende noch hat. Durch die schneller werdende Zeit wird die Welle auseinandergezogen und der Energieinhalt scheint kleiner zu werden!