Mehr dazu ist hier zu finden.
Die Mathematik ist in der Wissenschaft das wichtigste Werkzeug, um etwas zu Beweisen. Was aber, wenn genau dieses Werkzeug andere Aussagen macht? Wenn es hingebogen werden muss, damit es die Aussage macht, die man sehen möchte? Genau das trifft bei folgender Formel zu, die ich aus "Taschenbuch der Physik" von Ernst Kuchling herauskopiert habe. Es handelt sich um die bekannte Formel der Zeitdilatation:

Genau diese Frage habe ich der mathematischen Gesellschaft in der Schweiz gestellt habe. Die Antwort lautete wörtlich:
...Das ist natürlich Quatsch. Sie können doch nicht ernsthaft glauben, dass Generationen von PhysikerInnen seit über 100 Jahren einen so dummen Fehler machen. Wo also liegt der Denkfehler? Offensichtlich darin, dass eben (R41.7) und (R41.2) NICHT als Gleichungssystem für \Delta t und für \Delta t' zu betrachten sind. Das Problem ist die schlampige Notation der PhysikerInnen...
Ich sehe das etwas anders, weil ich die Herleitung der Speziellen Relativitätstheorie durchgeführt habe und zu denselben Resultaten gekommen bin. Es handelt sich nicht um eine Schlampige Notation. Der Fehler liegt ganz woanders. Er entsteht durch die Lorenzkontraktion und stellt einen grundsätzlichen Fehler dar. Der Fehler äussert sich auch im Uhrenparadoxon. Während Beweise für die Zeitdilatation zu finden sind, gibt es kaum direkte Beweise für die Massstabverkürzung also für die Lorenzkontraktion. Die Formel aus R41.7 ist sicherlich gültig. Nicht jedoch die Formel R41.8. Es lässt sich nicht symetrisch umkehren. Wenn der eine Zwilling im Uhrenparadoxon jünger ist als der andere. Lässt es sich nicht einfach umkehren.
Der Begriff Relative stammt sicherlich aus folgenden Überlegungen, aus den Anfängen der Relativitätstheorie. Bewegen sich zwei Objekte in einem Raum, kann mann nicht sagen, welches sich bewegt. Es ist eine Frage von welchem Standpunkt aus, dass man diese betrachtet. Es lässt sich nur definieren, wie sie sich relativ zueinander bewegen, nicht aber, welches sich bewegt. Mit der Einführung der Relativitätstheorie ändert sich dies, wenn wir die Zeiten bei den Objekten messen. Es bewegt sich das Objekt, dessen Zeit langsamer vergeht. So würde ich die Messergebnisse aus dem Hafele-Keating-Experiment interpretieren, mit denen versucht wurde, die Spezeielle Relativitätstheorie zu beweisen.